Multivisionsschau über die Anden

31.03.2019

Landschaften von atemberaubender Schönheit. Porträts, die in die Seele der Menschen blicken lassen. Und Aufnahmen von einem Dasein fern jeglicher Zivilisation. Faszinierende Einblicke in das Leben von Menschen auf der längsten Gebirgskette der Erde gewannen die Besucher der Multivisionsschau „Die Anden – Fairer Handel, Trekking, Schamanismus“ im Rahmen des Wernecker Kulturfrühlings am Sonntag, 31.03.2019, im katholischen Pfarrzentrum Werneck. Dazu eingeladen hatten die Fairtrade-Steuerungsgruppe gemeinsam mit der katholischen Pfarrgemeinde.

Jutta Ulmer und Michael Wolfsteiner aus Frankfurt haben für die Show insgesamt sieben Reisen nach Peru, Bolivien und Chile unternommen. Im Fokus hatten sie dabei in erster Linie nicht touristische Attraktionen wie die Inka-Stadt Machu Picchu oder den Salzsee Salar de Uyuni, wenn auch von diesen Sehenswürdigkeiten beeindruckende Bilder entstanden sind. Vielmehr ging es Ihnen darum zu zeigen, wie der faire Handel das Leben der Einwohner zum Positiven verändert hat. Denn die Fotojournalisten sind Mitglieder der World Fair Trade Organization (WFTO). So besuchten sie verschiedene Fairtrade-zertifizierte Produzenten. Darunter war die Kaffee-Kooperative „Cocla“ in Peru. Für sie erntet Bauer Enrico seine Kaffeebohnen und erhält dafür eine faire und gerechte Bezahlung, mit der er seine Familie ernähren kann.

In Santa Filomena Peru besuchten sie die Fairtrade zertifizierte Goldmine Sotrami. Sie begaben sich auf die Spur des Goldes in dunkle Schächte und verwinkelte Gänge in bis zu 900 Metern Tiefe. Mit der Fairtrade-Zertifizierung wurde in der Mine Kinderarbeit verboten. Darüber hinaus wurden Sicherheitsstandards eingeführt und soziale und finanzielle Voraussetzungen geschaffen, die den Arbeitern und ihren Familien eine nachhaltige Zukunft sichern.

Jutta Ulmer und Michael Wolfsteiner blicken mit ausdrucksstarken Bildern hinter die Kulissen. Sie zeigen die Menschen, die hinter den fair gehandelten Produkten stecken. Sie zeigen deren Arbeit. Aber vor allem auch deren Leben. Es ist meist ein sehr einfaches Leben. Ein Leben, das mit den Standards in Deutschland nicht verglichen werden kann. Fließend Wasser ist oft eine Seltenheit – was die Hygiene stark erschwert. Und dennoch: die Menschen sind glücklich und zufrieden. Sie leben im Einklang mit sich und der Natur und schätzen das, was sie haben.

Am Ende bedankte sich Dr. Roswitha Ziegler, Sprecherin der Fairtrade-Steuerungsgruppe Werneck - sie hatte die Besucher mit Brotaufstrichen, Getränken, fairen Wein und Kaffee aus Chile bewirtet -

für den interessanten und sehr kurzweiligen Vortrag und hoffte, dass der ein oder andere Besucher dadurch angeregt wurde, künftig fairer einzukaufen und zu handeln.



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