Innenentwicklung lohnt sich!

Seit 2008 widmet sich die Allianz Oberes Werntal intensiv der Innenentwicklung, der Wiederbelebung der Ortskerne. Wernecks Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl kümmert sich in dieser Arbeitsgemeinschaft von zehn Gemeinden vor allem um das Thema Gesundheit.

Nach zehn Jahren wurden die Bemühung zur Innenentwicklung überprüft, mit dem eindeutigen Ergebnis: Es lohnt sich für die Gemeinde und für die Bürger, sich für eine Wiederbelebung der Ortskerne anzustrengen.

Das hat die Allianz Oberes Werntal gemeinsam erreicht:

2008: Mögliche Flächen zur (Wieder-)Nutzung:
3360 (=304,2 Hektar)

2017: Genutzte Flächen und Gebäude:
1139 (=102,3 Hektar) 
=Aktivierungsquote: 34 Prozent

 

Das hat Werneck erreicht:

2008: Mögliche Flächen zur (Wieder-)Nutzung: 
597

2017: Genutzte Flächen und Gebäude
234 (=20,7 Hektar)
=Aktivierungsquote: 39 Prozent

Genutzt wurden:
79 klassische Baulücken (von 248)
12 leerstehende Hofstellen (von 29)
30 Hofstellen mit Restnutzung (von 78)
19 leerstehende Wohngebäude (von 39)
Umgerechnet wurden pro 1000 Einwohner 23 Flächen wieder genutzt.

Art und Anzahl der Nachnutzung

 

Im gleichen Zeitraum sank die Einwohnerzahl in der Marktgemeinde um 3,5 Prozent:

von 10528 in 2008

auf  10159 in 2016.

 

 

Neu ausgewiesen wurden 28 Bauplätze im Außenbereich.

Das Verhältnis Innen- zu Außenentwicklung beträgt 8 zu 1. Es wurde achtmal mehr im Innerort gebaut als im Außenbereich.

Im Innern kamen im Untersuchungszeitraum 219 Potenziale hinzu.

Fest steht:

Ohne Innenentwicklung hätte es zusätzlich 13,7 Hektar Fläche gebraucht.

Eingespart wurden zudem die Kosten:   für Straße, Kanal, Wasser, Strom (14,32 Kilometer)

             für Ausgleichs- und öffentliche Grünflächen (6,23 Hektar)

Die Ergebnisse der Studie für die Allianz Oberes Werntal zeigen:

Innenentwicklung lohnt sich in vieler Hinsicht:

  • weil die Ortskerne wieder lebendig und attraktiv werden
  • weil Flächen gespart werden, auch durch ein gemeinsames Flächenmanagement
  • weil Kosten für zusätzliche Infrastruktur in den Neubaugebieten vermieden werden
  • weil keine Flächen versiegelt werden, mit allen Nachteilen für die Umwelt
  • weil fränkische Baukultur erhalten bleibt, die für Herzenswärme sorgt
  • weil jedes Ortsbild einzigartig ist und seine Gebäude, Straßen und Plätze Identität für die Bewohner stiften

 

In den vergangenen zehn Jahren ist in den Allianzgemeinden ein gemeinsames Bewusstsein für Innenentwicklung gewachsen, um der Verödung der Ortskerne entgegen zu wirken.

 

 

 

Zahlreiche Aktivitäten haben wir entwickelt oder nutzen sie:

  • Leitlinie einer Innen- vor einer Außenentwicklung in der Oerlenbacher Erklärung
  • Tag der Innentwicklung, um an Beispielen zu zeigen, wie Bauen und Sanieren im Bestand funktioniert
  • Fachvorträge und Informationen für Bauherren im Modellprojekt Bauhütte Obbach
  • Kommunale Förderprogramme
  • Erstbauberatung durch Architekten
  • Beratung durch die Innenentwicklungslotsen
  • Entsorgungsmöglichkeiten für Bauschutt
  • Immobilienbörse
  • Dorferneuerung und Städtebauförderung

Innenentwicklung bleibt eine dauerhafte Aufgabe: Wir müssen dranbleiben!

Bei Fragen zum Bauen im Ortskern berät Sie die Innenentwicklungslotsin der Gemeinde, Christine Stark, Telefon (09722) 22-21.

Eine ausführliche Darstellung der Aktivitäten finden Sie auf der Seite der Interkommunalen Allianz Oberes Werntal.
Einsehbar ist dort auch der Bericht zu den Studienergebnissen.

 

Hier gehts zum Filmbeitrag - zur Innenentwicklung "Innen statt außen"